Carolin Wehrmann „Wasser“

Carolin Wehrmann gilt als beste zeitgenössische Malerin von Wasser und Meer. Ihr erstes Ölgemälde entstand im Alter von 12 Jahren. Die 1959 im Rheinland geborene Künstlerin studierte nach erfolgtem Abitur in Düsseldorf Grafik-Design bei Prof. Kurt Wolff. Auch wenn sie zunächst erfolgreich als Illustratorin und Konzeptionerin tätig war, ließ sie die Faszination der Wirkung von Ölgemälden der Meister des 18. und 19. Jahrhunderts nicht los, so dass sie sich schließlich ganz der freien Malerei widmete. Vertiefende Studien der Ölmalerei, insbesondere der Lasurtechnik mit Harzölfarbe sind für sie die technische Voraussetzung, die angestrebte bestmögliche Tiefe und Auflösung zu erreichen, die für die Erarbeitung richtig wirkender Licht- und Wellenbrechungen, atmosphärischer Horizonttiefe und Farbbrechung essentiell sind. Darüber hinaus führte das profunde Wissen über Pigmente, Öle und Harze  zu ihrer heute angewandten Lasurtechnik. Für ihre Werke verwendet die Künstlerin ausschließlich das hochwertigste Leinen, alte holländische Pigmente sowie reinste Öle und Naturharze, wie sie schon von Rembrandt, Tizian und Rubens verwendet wurden.
Mit der Simulation der seit über drei Jahrhunderten erprobten Lasurmalerei erzielt sie auch bei ihren neuen Werken im zeitgenössischen Realismus diese faszinierende Tiefenwirkung, deren Subtilität besonders in ihren Wasserbildern zum Ausdruck kommt, die ein Leitmotiv ihres Schaffens geworden sind.

Das Meer und Wasser zu malen gilt seit jeher als größte Herausforderung in der Malerei. Das Meer ist für sie auch im transzendentalen Sinne Ausdruck ihres Strebens nach Idealzuständen und danach, die ursprüngliche, intakte Natur abzubilden. Ihre Wasserbilder sind auch Ausdruck einer Suche nach Tiefgründigkeit, mit der sie an die Dinge herangeht. Zeigen ihre Werke bis vor einigen Jahren überwiegend traditionelle, meisterhaft gemalte Meereskompositionen, so gelang ihr in der Serie „Reflections“ eine bedeutende Neusituierung des Motivs Wasser. Sie durchbricht die konventionellen Gattungsgrenzen und schafft damit ihren ureigensten Ausdruck, mit dem ihr ein Bildzyklus von höchstem künstlerischen Rang gelungen ist.
Carolin Wehrmann hatte ihren ersten Durchbruch weit entfernt von ihrer Heimat Düsseldorf mit Ausstellungen in den USA wie in Naples (Fl.), Newport (RI), Key Largo (Fl.), Boca Raton (Fl.) und 2008 auch in in Beverly Hills (Ca.) sowie in Dubai, Paris und Wien. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen (u.a. Prof. Peter Tamm, Nikolaus Schües sen. – Reederei Laeisz, Fr. Lürssenwerft). Innenarchitekten von Weltrang wie Terence Disdale, der Superyachten und Privatflugzeuge ausstattet, gehört zu ihren berühmtesten Bewunderern.