„Nach wie vor bin ich Landschaftsmaler…..
Von der Landschaft ausgehend komme ich zu immer abstrakteren Bildfindungen.“

Als Steinbrecher im Frühling 1998 die ersten kleinformatigen Acrylskizzen auf Karton beginnt, braucht er kaum mehr auf den See hinauszublicken, auch die Fotoordner bleiben geschlossen. Er hat den Ort am See verinnerlicht; er kennt dessen Ruhe, das  Aufblühen, die Dramatik der in den Kronen der Bäume wütenden Stürme und das Erstarren des Wassers in der winterlichen Kälte kurz: er hat das Stückchen Land am Ufer des Sees zu seinem Ort gemacht. Schon bald entstehen die ersten größeren Gemälde auf Leinwand. Die Wahl des Motivs und der Perspektive ist kein Zufall, vielmehr eine logische Konsequenz, die durch den Lebens und Arbeitsraum des Künstlers lediglich begünstigt wurde: Die Wellen, Spiegelungen und Reflexe, das vom Wind bewegte Laub und Schilf sowie die raschen Veränderungen am Himmel kommen Steinbrechers expressiver Malweise entgegen. Seit jeher stehen Landschaft, Naturphänomene und deren abstrahierende Übertragung im Zentrum seiner Kunst.

Steinbrechers Arbeiten wurden bisher in über 200 Einzelausstellungen in Galerien und Museen in Deutschland, Österreich, in den Niederlanden sowie in der Schweiz gezeigt. Vertreten war der Maler darüber hinaus auf zahlreichen internationalen Kunstmessen wie Basel, Wien, Innsbruck, Groningen, Dornbirn, Miami, Köln und Düsseldorf.

Der Kunsthistoriker Dieter Begemann sagt über Puck Steinbrecher:  Vor allem das Wechselspiel zwischen Land und Wasser, Wolken und Wind sind die Aspekte, die den Künstler inspirieren. „Puck Steinbrecher erschließt sich die Landschaft durch Wanderungen und einem sehr präzisen und emphatischen Blick auf die Natur. Er sucht die Erfahrung der Landschaft, und diese Erfahrung ist nicht nur rein visuell, sondern sie ist reicher, sie ist akustisch, sensorisch und emotional“, so Begemann. So entstehen Werkzyklen über die Nordwestdeutsche Landschaft, die das Schöne durchaus mit einbeziehen, ohne in das Gefällige abzugleiten.