Janosch

Meine beste und allerwichtigste Zeit im Leben, denn man brachte mir den wichtigsten Satz meines Lebens bei: Es gibt nichts, was nicht geht.

Janosch
Horst Eckert (Künstlername seit 1960: Janosch) wurde am 11. März 1931 in Hindenburg, Oberschlesien, dem heutigen Zabrze, geboren. 1944 begann er eine Schlosser- und Schmiedelehre, von der er selbst behauptet: “Meine beste und allerwichtigste Zeit im Leben, denn man brachte mir den wichtigsten Satz meines Lebens bei: es gibt nichts, was nicht geht.” 1946 flüchteten seine Eltern mit ihm nach Westdeutschland, wo Janosch unter anderem eine Textilschule in Krefeld besuchte und an einem Lehrgang für Musterzeichnen bei Gerhard Kadow, einem Schüler von Klee, teilnahm. 1953 zog er nach München und studierte einige Probesemester an der Akademie der Bildenden Künste, musste jedoch sein Kunststudium wegen “mangelnder Begabung” abbrechen. Als freischaffender Künstler begann er 1956 seine schriftstellerische Tätigkeit im Feuilleton. Sein erstes Kinderbuch “Die Geschichte von Valek dem Pferd” erschien 1960 und 1970 sein erster Roman “Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm”. Bekannte Figuren sind zum Beispiel “Schnuddel” oder die “Tigerente”. Themen in den Romanen für Erwachsene sind unter anderem Erlebnisse seiner Kindheit, familiäre Beziehungen, Freundschaft und die Frage nach dem Sinn des Lebens. In den bisher über 150 Büchern, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden, beschreibt er seine Charaktere voller Humor und mit Liebe zum Detail.


Zu seinen bekanntesten Werken gehören neben den oben bereits erwähnten:
. Onkel Poppoff kann auf Bäume fliegen, erschienen 1964
. Der Mäuse-Sheriff, 1969
. Lari Fari Mogelzahn, 1971
. Traumstunde für Siebenschläfer, 1977
. Oh, wie schön ist Panama, 1978
. Wörterbuch der Lebenskunst, 1995
. Ich liebe eine Tigerente, 1999

Die beliebten Tiermotive hat der Künstler nicht nur in seinen Büchern verewigt, sondern auch als Federzeichnungen, wie z. B. “Bussi Tiger”, “Bärenfamilie”, “Tigerente sofort” oder den “Lach doch mal” – Frosch.
Ob als Schulbedarf (“Tiger und Bär”), als Badzubehör (Handtuch), als Motiv auf Bekleidungen, sogar als Schmuck (Uhr “grüner Bär”) und nicht zuletzt gerahmt in einem Bilderrahmen findet man sie (nicht nur in den Kinderzimmern) auf der ganzen Welt.
Anlässlich seines 75. Geburtstages am 11. März 2006 kann man seit dem in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt seine Kunstwerke bewundern. Geehrt wurde Horst Eckert – Janosch – für seine vielfältige künstlerische Tätigkeit u.a. 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz. Er lebt heute zurückgezogen auf Teneriffa.

Gerhard Messemer

Gerhard Messemer wurde 1950 in Landau/Pfalz geboren. Bereits während seines Studiums der Kunst- und Werkerziehung in Mainz mit dem Schwerpunkt ‘Grafik und Zeichnen’ stellte er der Öffentlich-keit eigene Arbeiten vor. Seit 1977 ist Gerhard Messemer als freischaffender Künstler tätig, zunächst in seiner “Werkstatt-Galerie” in Nackenheim/Rheinhessen. Erste Preise für seine Arbeiten folgten bald, so 1980 der Kunstpreis der Südlichen Weinstraße sowie der Pfalzpreis für Grafik und 1986 der Preis des Landes Rheinland-Pfalz. Inspiriert durch Studienreisen nach Südfrankreich, Apulien, Umbrien und der Toscana setzte sich Gerhard Messemer intensiv mit der mediterranen Landschaft auseinander. 1993 erfolgte die Präsentation der ersten Mappe mit dem Titel “Im Süden”, drei Jahre später schloß sich die Mappe “Im Süden II” an. Sein breites künstlerisches Schaffen dokumentieren die Bücher “Radierungen und Malerei” (1992) mit einer Auswahl von Arbeiten seit 1984 und “Radierungen und Misch-techniken” (1999), einer Auswahl von Arbeiten seit 1992. 1988 eröffnete Gerhard Messemer sein Atelier in Saulheim, wo er seitdem lebt und arbeitet.

Gerhard Messemer ist nicht nur in privaten Sammlungen, Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen sowie in den bekannten Galerien europaweit präsent. Seine Bilder schmücken auch zahlreiche Landes-regierungen, Ministerien und Museen. Trotz seiner internationalen Erfolge ist Gerhard Messemer als langjähriges Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Rheinland-Pfalz (BBK) und im Arbeitskreis Pfälzer Künstler (APK) seiner Heimat nach wie vor verbunden.

Armin Mueller-Stahl

Armin Mueller-StahlEr ist einer der wenigen deutschen Weltstars, Charakterdarsteller und Hollywoodstar. Armin Mueller- Stahl, geboren  in Tilsit, Ostpreußen, ist ein Multitalent von vielfältiger Schaffenskraft. Bis vor wenigen Jahren wussten nur Eingeweihte von seinem großen malerischen Talent. Armin Mueller-Stahl malt, wie er spielt: großartig! Armin Mueller-Stahl gehört zu den künstlerischen Mehrfach-begabungen der deutschen Kulturgeschichte wie Hermann Hesse, Ernst Barlach, Günter Grass und Oskar Kokoschka. Er, der studierte Konzertgeiger, gilt heute als der vielleicht bedeutendste lebende deutsche Schauspieler. Aber auch als Maler, Grafiker, Bildhauer und Schriftsteller ist Armin Mueller-Stahl dem fachkundigen Publikum bekannt. Die Vielseitigkeit ist seine Lebensphilosophie: »Das Malen, Schreiben, Musizieren und die Schauspielerei gehören für mich einfach zusammen.« Mit siebzig Jahren hatte er einen seiner spektakulärsten Auftritte: Im Filmmuseum Babelsberg trat er mit 100 Werken erstmals öffentlich als Maler in Erscheinung. »Mein Leben lang habe ich Haltungen beobachtet und übertragen, ich spiele und zeichne sie« – seit einem halben Jahrhundert! Und so brachten die Ausstellungen in Potsdam und Schwerin erstaunliche Menschendarstellungen ans Licht und viele biographische Momentaufnahmen aus der Film- und Theaterszene.

Erik Offermann

Zwischen Nähe und Ferne scheinen sich die Meer-und Parklandschaften Erik Offermanns zu bewegen. Die Arbeiten des gebürtigen Aacheners scheinen Abbilder einer Wirklichkeit zu sein, wie wir sie täglich erleben: Porträts, Stadtansichten und Meerlandschaften mit weitem Horizont.Bei allem Realitätsbezugs charakterisiert sie dennoch eine seltsame Entrücktheit und Unzugänglichkeit. So lockt uns in den nächtlichen Parkansichten ein rätselhaftes Licht in die Bildtiefe, aber ein weiteres Eindringen wird durch Bäume oder Häuserfassaden im Hinter-grund verwehrt.Die perspektivischen Ansichten, die uns Offermann präsentiert, wirken wie fotografisch heran gezoomte Bilder einer uns bekannten und vertrauten Realität.
Und tatsächlich nähert sich Offermann dem jeweiligen Sujet zunächst fotografisch, bevor er die im weiteren Entstehungsprozess gewonnenen Bildkompositio-nen im Medium der Malerei neu formuliert. Gekonnt eingesetzte Verwischungen und Unschärfen stehen einem annähernd fotografischen Realismus gegenüber und entrücken die Landschaften Offer-manns in eine unwirkliche Ferne. Bei ihrem Anblick können wir nie sicher sein, ob wir es nicht doch mit einer erträumten oder aus der Erinnerung heraus idealisierten Landschaft zu tun haben.So entstehen auf die Leinwand gebannte magische Landschaften, die von unserer lebenslangen Suche nach Vertrautheit und Fremdheit, nach Nähe und Ferne erzählen.

Ausstellungen(Auswahl) 1978 Kunstverein Bocholt 1979 Fachhochschule Köln 1981 Preis des Kölnischen Kunstvereins 1982 Pratt Manhattan Center, New York City University, New York Pratt Graphics Center, New York Orangerie Schloss Augustusburg, Brühl 1985 Werkhof Bissendorf, Hannover 2004 Art Karlsruhe 1987 Tem Senet Galerie, Istanbul Benefizausstellung Bergkirche St. Stephanus, Kornelimünster 1987-98 Kunstauktionen Aachener Kunstverein Museum Burg Frankenberg, Aachen 1993 Galerie Bock, Aachen 2005 Kunst Köln 1997 Vrings Art, Köln ART Karlsruhe Preis der Vrings Art Kunsthandlung Osper , Köln 1998 Kölner Grafikwerkstatt Kölner Grafikwerkstatt 1999 Kunsthaus, Köln Kunstroute BBK Aachen -Euregio 2000 Kunsthaus, Köln 2006 Museum Burg Frankenberg, BBK Aachen -Euregio 2001 F.G. Conzen, Düsseldorf ART Karlsruhe Kunsthaus, Köln Carte Blanche -14 Kunstpositionen, St. Fronleichnam, Aachen2002 Galerie Markus Schmitz, Köln Kunsthandlung Osper, Köln F.G. Conzen, Düsseldorf 2007 ART Karlsruhe Stadtmuseum, Köln F.G. Conzen , Düsseldorf 2003 Galerie Springmann, Freiburg 2008 Galerie am Dom, Frankfurt F.G. Conzen, Frankfurt Art Bodensee F.G. Conzen, Düsseldorf 2009 Galerie 45, Aachen Galerie Markus Schmitz, Köln Süd-West-Schiene , Galerie Osper, Köln Galerie Richter, Berlin Galerie Voigt, Nürnberg Galerie am Dom, Wetzlar

Ernst Peter Rade

Bis zur Übersiedlung aus der DDR in die BRD erste Ausbildung im Atelier des Architekten und Grafikers F. Hahnemann, in der Werkstatt der Künstlerinnen Sophie und Käthe Rade sowie Großonkel Karl Rade, Professor an der Dresdner Kunstakademie.
Ausbildung im Werbefach. Daneben Kurse in Portrait, Karikatur und Farbtechnik bei Scharre, Denn, Prof. Oppermann, Sauerbruch, W. Schröder. Grafisches Gestalten und zeichnerische Techniken bei O. Bahrenburg und Berghoff, Dortmund. Studium an der Fachhochschule für Gestaltung. (Werkkunstschule Dortmund), bei Vahle, Deppe und Strauss. Studium: Bildhauerei und Plastik bei Carel Nistrath. Freie Grafik und Illustration bei Prof. Guggenberger. Förderpreis des BDA (Bund Deutscher Architekten)1957. Danach Tätigkeit als Grafiker und Designer. Seit 1962 freischaffender Grafiker, Maler und Designer.
Lehrauftrag für Kunsterziehung. Karikaturen und Zeichnungen für die Presse..

Ausstellungen (Auswahl):
1967 Bochum – Tafelbilder und Acrylskulpturen
1971 Bochum – Schottlandreise
1976 Hamm – Tierzeichnungen aus der Wildbahn Kasse l- Gefährdete Vogelarten 1980 Lippstadt – Landschaftsstudien um Lippstadt 1986 Heilbronn – Sonnige Farbkompositionen 1988 Heidelberg – Harmonien auf Farbe und Licht 1996 Bochum – Materialbilder und Objekte zu Verdis Opern 1999 Gronau-Epe – Klangbilder 2000 Braunschweig – Meeresimpressionen Hamburg – Gemälde, Acryltemperas zu verschiedenen Themen 2001 Essen – Landschaftsimpressionen 2002 Köln – Kunstprojekt Pulheim 2008 Heilbronn – Jahresringe Heidelberg – Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen
2009 Galerie & Kunsthaus Nottbohm Göttingen

Joung Eun Ramaker

“Sottae” ist eine hohe Stange, die am Rande eines Dorfes aufgestellt ist und auf deren Spitze Vögel sitzen. Die Menschen glaubten, dass diese Vögel ihre größten Wünsche zum Himmel übermitteln konnten.
“Hanul” hat eine doppelte Bedeutung:
der Himmel und das Paradies. Deshalb bedeutet “Sottaehanul” der Himmel, auf den die Stangen gerichtet sind, und das Paradies, das wir alle erreichen wollen. Die Mongolen (und auch die Koreaner) haben diese Stangen immer dann betrachtet, wenn sie glücklich oder traurig waren.
Wir möchten die Erfurcht und den Respekt für den Himmel wieder beleben – deshalb haben wir das Museum “Sottaehanul” genannt. Der größte Teil unserer Sammlung besteht nicht aus vornehmen und eleganten Dingen, sondern aus naiven, einfachen und abgenutzten Sachen, die früher den unteren sozialen Schichten gehörten.
Heutzutage werden diese traditionellen Gegenstände viel zu wenig beachtet; sie verschwinden schnell von der Bildfläche. Aber wir glauben, dass wir die Seele der normalen Koreaner am besten anhand dieser einfachen alten Gegenstände verstehen können.
Die Ausstellung wird in Daegu (Großstadt im Südosten Koreas) eröffnet. Profite aus dem Verkauf unserer Produkte werden reinvestiert. Obwohl aller Anfang schwer ist, glauben wir, dass das Sottaehanul Museum einer der Plätze auf dieser Welt ist, deren Besuch Sie nicht bereuen werden.

Hanji, das koreanische Papier
Das koreanische Papier Hanji ist so widerstandsfähig, dass es sich über Hunderte von Jahren hält. Wir wissen jedoch nicht genau, wann es erfunden wurde. Tatsache ist, dass das älteste Buch (Holzschnitt) im Jahr 751 vor Christus auf Hanji gedruckt wurde.
Hanji, das den Ruf des besten Papiers der Welt hatte, wurde von der chinesischen Kaiserfamilie importiert. Viele chinesische Kaiser benutzten Hanji zum Zeichnen oder zur Kalligraphie. Durch Hanji wurde in Korea das Drucken entwickelt und viele Bücher wurden veröffentlicht. “The Buddhist Scripture of Jikji”, das 1377 auf Hanji gedruckt wurde, ist in der französischen Nationalbibliothek in Paris ausgestelllt.
Hanji hat das tägliche Leben in Korea stark beeinflusst: Transportverpackungen, Aufbewahrungsschachteln, Taschen, Hüte und auch Waffen wurden aus Hanji Hergestellt.

Die traditionelle Herstellung von Hanji
Früher sagte man, dass Hanji das “Papier der einhundert Berührungen” ist. Einhundert Handgriffe wurden benötigt, um Hanoi herzustellen – viel Zeit und Arbeit.
Die Zweige des Maulbeerstrauches wurden gekocht. Die Rinde wurde geschält, getrocknet und dann eingeweicht, um die äußere schwarze von der inneren weißen Rinde zu trennen. Die weiße Rinde wurde ausgespült, in einer Speziallauge (natürliche Bestandteile) gekocht und wieder lange in kaltem Wasser gelagert. Nach dem Bleichen in der Sonne wurde sie mit einem Stock auf einem flachen Stein geschlagen. Die Rinde war jetzt wie faserige Baumwolle.
In einer Tonne wurde das faserige Material mit Wasser zu einem Faserbrei verrührt. Dieser Faserbrei wurde über ein Bambussieb gegossen, so dass einzelne Blätter entstanden, die anschließend gestapelt wurden. Das Wasser wurde entfernt und die Blätter wurden einzeln in der Sonne oder auf einer heißen Eisenplatte getrocknet.

Wie entsteht ein Hanji Holzdruck?
Die Figur wird in ein Holzbrett geschnitzt. Die ausgeschnitzte Rille wird dann mit dem Hanji Faserbrei gefüllt. Es wird drei Tage lang getrocknet und dann vom Holzbrett entfernt.
Früher haben die Koreaner die Sonne verehrt. Des Weiteren hatten sie eine besondere Zuneigung für die Farbe weiß. Dieser weiße Holzdruck reflektiert die koreanische Mentalität.

Was ist ein Bojagi?
Für das koreanische Wort “Bojagi” gibt es keine eindeutige Bezeichnung in anderen Sprachen, da es in anderen Kulturen nicht existiert. Der Bojagi ist ein quadratisches Tuch, mit dem früher die Dinge des täglichen Lebens verpackt wurden. Verschlossen wurde das Tuch einfach, indem man die vier Ecken miteinander verband. Damals wurden die Tücher in traditioneller Handarbeit aus Stoffresten hergestellt, die zu individuellen Mustern verarbeitet wurden. Funktionell kann der Bojagi also mit einem Koffer verglichen werden. Jedoch: Während ein Koffer immer ein Koffer bleiben wird, verändert der Bojagi seine Form durch seinen Inhalt.
In neuerer Zeit haben Künstler – viele von ihnen Mönche – die Tradition aufgegriffen und Bojagis aus hochwertigen Materialien, wie verschiedenen Seidenstoffen, als moderne Kunstwerke angefertigt.

Die Geschichte der Hanji Bojagi
Eun-mi Kim interessierte sich für Kalligraphie und Malerei; sie hat jedoch nie die Kunst der Bojagi-Herstellung praktiziert. Ihre Arbeit mit Hanji Bojagi begann sie auf Anregung von Fr. Ramaker (HANGUK), die fasziniert war von der Schönheit der traditionellen Seiden-Bohagis und Sottae gebeten hatte, Bojagis aus dem traditionellen koreanischen Hanji Papier zu entwerfen. Sottae sprach mit zahlreichen Hanji Künstlern, aber keiner hatte jemals zuvor Papiertücher hergestellt. Es war schwierig, Künstler zu finden, die sowohl Erfahrung mit Hanji Papier als auch mit Stoff-Bojagis hatten.
Daraufhin bot Eun-mi Kim ihre Dienste an und begann mit der Kreation von Bojagis aus Hanji Papier. Der erste Hanji Bojagi wurde im Januar 2002 fertig gestellt – nach aufwendigen Versuchen mit verschiedenen Papierqualitäten und Techniken.

Was ist ein Takbon?
Takbon beschreibt eine spezielle koreanische Methode zur Herstellung von Bildern. Dabei wird zuerst das jeweilige Motiv in eine Holzplatte geschnitzt. Anschließend reibt man feuchtes Hanji-Papier mit einem Pinsel so lange auf das Motiv, bis dieses auf dem Papier erscheint. Anschließend wird das Motiv mit einem Farbgetränkten Baumwollknäuel koloriert. Takbon kombiniert die Kunst der traditionellen Hanji-
Papierproduktion mit der des Schnitzens und Druckens.

Ines Ramm

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“Frische Malerei aus dem Norden”

Die 1973 in Flensburg geborene Künstlerin Ines Ramm hat nach einer kaufmännischen Ausbildung bereits vor über 10 Jahren mit Ausstellungen begonnen. Erst nebenberuflich ausgeübt, ist das Hobby inzwischenzum Beruf geworden. Mit immer größerer Nachfrage nach ihren Bildern kam der Stein automatisch ins Rollen.

“Häufig werde ich gefragt, ob ich denn immer genug Ideen habe für neue Bilder. Ideen ja – leider fehlt es oft an der Zeit, diese dann auch gleich umzusetzen. Dann fertige ich kleine Skizzen, manchmal nur 2 bis 3 cm gross, die ich dann später wieder abrufen kann. Manchmal ist ein Bild schon zwei Jahre im Kopf und wird dann spontan umgesetzt. Wenn ein Bild fertig ist, ist es jedes Mal ein tolles Gefühl – undes macht auch wieder Platz für neue Motive. Es ist ein scheinbar unerschöpflicher Kreislauf.” Hinzu kommen neue Eindrücke und Erfahrungen, die wieder für neue Ideen sorgen.
Im Laufe der Zeit hat sich so eine immense Bandbreite von Werken ergeben, die das weitgefächerte Talent der lebenslustigen 37jährigen beweisen. “Ich möchte mich aber nicht auf ein bestimmtes Thema festlegen, weil ich gerade an der Umsetzung all der verschiedenen Motive und Malweisen Freude habe. Mit möglichst wenigen,dynamischen Pinselstrichen ein eindrucksvolles Werk zu schaffen, ist immer wieder eine neue Herausforderung”. Besonders die inzwischen international bekannten Tiermotive sorgen beim Betrachter für einen fesselnden Blickkontakt. Mit dem Auge für das Detail wird jedes Tier zu einer Persönlichkeit. Es kommt sogar vor, dass man als Besitzer eines solchen Bildes anfängt, eine persönliche Beziehung zu seinem Tier aufzubauen und dann auch die wirklich wichtigen Dinge mit ihm bespricht, egal ob es die Kuh, der Esel oder ein Kamel ist.
Etwas Besonderes haben sie alle.

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Die fröhliche Lebenseinstellung der Künstlerin mit dem blonden Lockenkopf und ihre Liebe zur Natur spiegelt sich in all ihren Werken wieder: In bunten Sommerwiesen und Tieren, energiegeladenen Regatta- und Segelszenen oder auch den intensiven Landschaftsmotiven. Eines haben alle Bilder gemeinsam, die mit “Ines” signiert werden: einen lebendigen, dynamischen Pinselstrich!

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Wolfgang Steiner

1935 in Crimmitschau /Sachsen geboren
1951 – 54 Ausbildung zum Lithographen
1954 Übersiedlung in die BRD
1961 – 65 Studium der Malerei bei R. Schwarz-Ehinger
1984 Dozent an der Ulmer Kunstschule
bis 1990 Dozent an mehreren Akademien

Seit 1990 selbständig als Maler und Graphiker

Sein Hauptgebiet in der Malerei ist die Aquarell und Ölmalerei kombiniert mit Mischtechnik, sowie in der Druckgraphik die Radierung und der Holzschnitt – Kleinplastiken runden sein Werk ab.

Steiner beschreibt in seinen Bildern die Welt, was um ihn täglich passiert. Mit viel Hoffnung und Engagement macht er auf die Geschehnisse aufmerksam – spielerisch, lyrisch und sehr humorvoll ist seine Sprache. Er versteht es meisterhaft, mit Farbe, Form und verschiedensten Materialien seine Gedanken zu formulieren. Seine Mischtechniken vermitteln Vitalität und Spaß am Leben.

Steiner zeigt zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und erhielt nationale und internationale Preise u.a. 1. Graphikpreis der Stadt Senden, Internationaler Senefeldpreis, Offenbach, Internationaler Salon de Mai, Bern.
Seine Bilder wurden vom Innenministerium der Bundesrepublik, Landesre-gierung Baden-Württemberg, Landesregierung Rheinland-Pfalz und vielen privaten Sammlungen angekauft.

Günther Uecker

Günther Uecker (*13.März 1930 in Wendorf, Mecklenburg) ist ein deutscher Maler und Objektkünstler von internationalem Rang. Bekannt wurde er vor allem mit seinen reliefartigen Nagelbildern. Ein Teil seiner künstlerischen Objekte kann der kinetischen Kunst zugeordnet werden.

VITA
Von 1949 bis 1953 studierte Uecker in Wismar und an der Kunstakademie in Berlin-Weißensee, von 1953 bis 1957 setzte er sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf fort. 1957 entstanden erstmals die für ihn typischen Nagelbilder: dreidimensionale, weiß bemalte Reliefs aus Nägeln, die durch die Ausrichtung der Nägel und die Wechselwirkung von Licht und Schatten ihre eigene Dynamik erhalten. Später versah Uecker auch Alltagsgegenstände wie Möbel mit Nagelreliefs. 1961 wurde Uecker Mitglied in der von Heinz Mack und Otto Piene gegründeten Künstlergruppe ZERO, woraufhin er sich auch der kinetischen Lichtkunst zuwandte. Gemeinsam mit Gerhard Richter inszenierte er die Demonstration “Museen können bewohnbare Orte sein”. Die Aufführung des “Terrororchesters” in der Kunsthalle Baden-Baden, einer lärmenden Installation aus 20 Maschinen, Staubsaugern, einer Wäschetrommel sowie Hammer und Sichel, erregte bundesweit Aufsehen.

1970 war er der deutsche Vertreter auf der Biennale von Venedig zusammen mit Thomas Lenk, Heinz Mack und Georg Karl Pfahler. Seit den 1980er Jahren nimmt er in seinen Werken auch zu politischen Fragen Stellung: so etwa reagierte er auf die Katastrophe von Tschernobyl mit dem Zyklus “Aschebilder”. Weitere politische Bezüge finden sich bei seinen Werken über den Irak, Umweltprobleme und anderem. Seit 1976 ist Uecker Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Zu seinen Meisterschülern zählten Halina Jaworski und Klaus Schmitt. 1999 gestaltete er den Andachtsraum im neuen Reichstagsgebäude in Berlin. 2004 durfte er das Freilichtbühnenbild konzipieren für eine Aufführung des Wilhelm Tell von Schiller am – angeblich – historischen Ort auf der Rütliwiese. Uecker lebt und arbeitet heute in Düsseldorf und St. Gallen. Ein Atelier befindet sich zudem in der Berliner Gartenstadt Atlantic. Uecker ist der Schwager des Künstlers Yves Klein.

AUSZEICHNUNGEN
1983 wurde er mit dem Kaiserring der Stadt Goslar geehrt, 1985 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Im Jahre 2000 wurde ihm der angesehene Pour le mérite für Wissenschaft und Künste verliehen. 2006 erhielt er den Berliner Bär (BZ-Kulturpreis).

Jutta Votteler

Geboren : 1959 in Ludwigshafen am Rhein
1978 – 84 Studium der Kunsterziehung und Germanistik an der Universität Mainz
1983 Förderstipendium der Johanne-Gutenberg-Universität Mainz
seit 1983 Arbeit mit Farbholzschnitt und Farbradierung
1987 – 91 Lehrtätigkeit als Kunsterzieherin
seit 1991 freischaffend
1991 – 96 Lehrauftrag für Farbradierung und Farbholzschnitt an der Universität Kaiserslautern
1996 Geburt ihres Sohnes Max
1999 Reisestipendium von dem “Verein zur Förderung der Kunst” Geburt ihrer Tochter Elisa
2003 Geburt ihres Sohnes Lion

 

Zahlreiche Ihrere Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Jutta Votteler kennt sich aus in den Paradiesgärten ihrer Phantasie. Unermüdlich erzählt sie von diesen Traumwelten, die keines Menschen Auge je wirklich sah. Die Motive sind, so scheint es, unerschöpflich; Blumen und Blätter, Vögel Katzen und Löwen, Schmetterlinge, Schildkröten, Nilpferde und lustige Fliegen und weiße Elefanten, aber auch fantastische Früchte und freundliche Geisterschiffe mit Rädern und Patchwork-Häuser.
Ein Kosmos überbordender Geschichten aus dem Märchengarten, die erzählt werden wollen, weil sie so wahr und realistisch sind wie die Bilder selbst. Gelingt es bereits bei den Radierungen aus dem Übereinanderdrucken von nur drei Farbplatten eine Vielzahl verschiedener Farben zu bewirken, so zeigt sich in den einzigartigen Ölgemälden von Jutta Votteler, welches künstlerische Potenzial an Ausdruckskraft durch Farbenvielfalt in ihr steckt. -Susan Soher-

Einzelausstellungen seit 1990 u.a. in:
Detmold, Kaiserslautern, Baden-Baden, Frankfurt a.M., Bonn, Koblenz, Paderborn,Luxemburg, Wetzlar, München, Düsseldorf, Braunschweig, Kevelaer, Goslar, Verdun, Koblenz, Montabauer, Aachen, Unna, Essen, Salzgitter, Troisdorf, Pfaffenhofen, Münster, Wiesbaden, Meckenheim, Duisburg, Taunusstein, Nagoya, Chemnitz, Berlin, Salzgitter, Pulheim, Mainz, Washington, Erfurt, Hildesheim, Bergisch Gladbach, Daun, Würzburg, Hamburg, San Francisco, Bad Neuenahr, Tokyo, Saarbrücken, Kyoto, Osaka, Sapporo, Neustrelitz, Oldenburg, Heilbronn, Bad Honnef
Beteiligung an internationalen Kunstmessen in: Frankfurt, Düsseldorf, Dresden, Paris, Stockholm, Dornbirn/Bodensee, San Francisco,