Ulrich Zeltner

Ulrich ZeltnerErst im Alter von 55 Jahren konnte der gebürtige Franke, der seit 33 Jahren in Schleswig-Holstein lebt, seinen Traum von einem Leben als Künstler verwirklichen. Ulrich Zeltner ist am 27. Juli 1954 in Coburg geboren, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.
Nach dem Abitur 1975 an einem musischen Gymnasium in Coburg waren die Weichen für ein Kunststudium schon gestellt, vorbereitende Kurse waren absolviert. Doch die Ideen der damals aufkeimenden Umweltbewegung haben Ulrich Zeltner wie viele andere seiner Generation stark beeinflusst.
So erfolgte ein Umschwung zum Biologiestudium in Berlin und Kiel, dem 25 engagierte Jahre in einer Naturschutzbehörde des Landes Schleswig-Holstein folgten. Die Malerei blieb immer seine große Leidenschaft und es entstanden etliche Aquarelle und unzählige Reiseskizzen. Der Umbruch kam 2009 mit einem Teil-Ausstieg aus dem Hauptberuf.

„Ich empfinde es als großes Glück, mich nun meinen beiden Leidenschaften, dem Naturschutz und der Malerei gleichermaßen widmen zu können und sicherlich können die beiden Lebensbereiche auch voneinander profitieren, zumal der Antrieb für beide meine Liebe zur Natur ist.“

Aber in erster Linie interessieren Ulrich Zeltner in der Malerei nun die künstlerischen Aspekte. Sein Ziel liegt in der Vermittlung von realen Situationen und Stimmungen bei möglichst weitgehender Reduktion der bildnerischen Mittel. So sind die Bildinhalte auf das Wesentlichste beschränkt, einige Gemälde sind unter Verwendung von nur wenigen Farben (z.B. Ocker, Karmin, Blau) und Weiß entstanden und die großen Formate bleiben, mit dickem Pinsel gemalt, oft skizzenhaft. Die Malerei von Ulrich Zeltner zeichnet sich durch genaue Beobachtung der Lichtphänomene, zeichnerische Exaktheit, besondere Leuchtkraft der Farben, große Harmonie der Form- und Farbkomposition und eine schwungvolle und zunehmend intuitive Malweise aus.
Seine Bilder vermitteln schon auf den ersten Blick große Kraft und Ruhe.
Besonders faszinieren den Künstler, der die Berge über alles liebt und erst über die Malerei seine Heimat im Norden Deutschlands gefunden hat, die Wolkenformationen des weiten nördlichen Himmels und das Meer. Und vielleicht geht es dem umweltbewegten Künstler letztendlich doch auch in der Malerei im Innersten darum, Vielfalt, Eigenart und Schönheit dieser unserer einzigen Welt zumindest als Gemälde für kommende Generationen zu erhalten.









Otmar Alt

„Kunst heißt: ein Zeichen setzen“

sagt Otmar Alt. Otmar Alt, geb. am 17. Juli 1940 in Wernigerode ist heute einer der erfolgreichsten deutschen Künstler der Gegenwart. 1960 beginnt Otmar Alt sein Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und wird Meisterschüler bei Prof. Hermann Bachmann.
Ottmar Alt Die Kunstszene dieser Zeit wird vom abstrakten Expressionismus (Informell), beherrscht. Aus der Abstraktion heraus fand Otmar Alt seinen eigenen Weg. Schon früh entdeckt man in seinen Bildern zaghaft angedeutete Figuren und Zeichen, die er schließlich mit phantasiereichen Titeln auf neue Bedeutungsebenen hebt (z.B. Baldi der Fröhliche 1965, Bildnis des König Wolke mit seiner grünen Ziege 1966). Zugleich wird seine Vorliebe für intensive Farben und bald auch für klar definierte Formen und Konturen aus der Tier- und Pflanzenwelt ersichtlich. Eine Art Markenzeichen Otmar Alts werden Mitte der 1960er Jahre die, in ihren präzisen Umrisslinien und Farbfeldern fast an Drucke oder Pop Art erinnernden “Puzzlebilder”. Später brechen die Formen und Konturen auf, die Bilder werden leichter. Über den Weg der Metamorphose nähert sich Otmar Alt dem Motiv des Menschen und beginnt, Fabeln von der “Seltsamkeit des Lebens” zu erzählen. Die Stimmung in seinen erzählerischen Bildern verändert sich: Hinter der Fassade der bunt-heiteren Phantasiewelten wird zunehmend ein ernsthafter Hintersinn spürbar.
Bereits mit seiner 2. Einzelausstellung in der Berliner Galerie Katz erhält er 1966 hervorragende Anerkennungen und Kritiken. Es folgen weitere Ausstellungen im In- und Ausland.
Otmar Alt erhält Preise, z.B. 1967 den “Franz Rohe Preis” für “König Wolke”. Der Experimentierlust und dem Schaffensdrang des vielseitigen Künstlers sind keine Grenzen gesetzt.
Die Auseinandersetzung mit immer neuen Materialen und Techniken ist für ihn eine Herausforderung.
So entstehen neben Gemälden, Grafiken und Skulpturen auch Kinderbücher, Plakate, Wand- und Fassadengestaltungen, Springbrunnenanlagen, Bühnenbilder, Designerarbeiten etc.
Ebenso wenig Berührungsängste wie hinsichtlich des Materials zeigt Otmar Alt in Bezug auf die Popularisierung von Kunst, ohne dabei einem Mainstream verhaftet zu sein: Ob es sich um die Gestaltung von Telefonkarten, Porzellan, Autos, T-Shirts, Regenschirmen oder Kinderspielzeug handelt, Otmar Alt zeigt sich offen. Aus banalen Gebrauchsgegenständen werden kleine Kunstwerke, die jedermann – unabhängig von Alter und Bildungsstand – zugänglich sein sollen.

Otmar Alt erhielt als Anerkennung für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, wie die Ernennung zum Ehrenbürger des Ruhrgebietes 1994 und das Bundesverdienstkreuz 1998. Zahlreiche Ausstellungen und Projekte im In- und Ausland verdeutlichen, dass Otmar Alt heute zu den erfolgreichsten deutschen Gegenwartskünstlern zählt. Seine Arbeiten findet man in zahlreiche öffentlichen und privaten Sammlungen.
“Kunst kommt von Künden”, sagt der Künstler Otmar Alt und betont damit nicht nur den Aspekt der Wirkung eines Kunstwerkes auf den Betrachter, sondern unterstreicht zugleich auch die besondere Verantwortung des Künstlers. Otmar Alt hat sich nie mit dem eigenen künstlerischen Erfolg zufrieden gegeben. Er fühlt sich aufgefordert, eine breite Öffentlichkeit für die Kunst zu interessieren.

Gerhard Arnold

Gerhard Arnold wurde am 14.02.1938 in Ludwigshafen/Rhein geboren. Im Alter von 2 Jahren kommt er mit seinen Eltern nach Offenbach/Main. Nach dem Besuch von Volksschule u. Gymnasium absolviert er eine umfangreiche Ausbildung, unter anderem in Grafik, Plakatgestaltung u. Schriftzeichen.
Das seit frühester Jugend ausgeprägte Talent fördert er intensiv durch zusatzliche Kurse im Zeichnen und Malen an der damaligen Offenbacher Werkkunstschule und in einer Studiengemeinschaft. Seine bevorzugte Technik ist die Ölmalerei. Durch sein kontaktfreudiges Wesen haben sich Freundschaften zu Malerkollegen ergeben, deren Arbeit sich positiv auf Arnolds Schaffen auswirkt.Von größter Bedeutung für die Entwicklung seiner Arbeit ist die Begegnung mit dem Frankfurter Maler Car Dörrbecker, einem Altheim-Schüler. Unter seiner Anleitung schult er sein Sehen, erweitert sein Wissen über Malmaterial und dessen Verwendung, verfeinert seine Technik in Landschaft und Stilleben.
Zahlreiche Studienreisen bringen ihm neue Eindrücke und regen ihn zur Arbeit vor der Natur an. Bei seinen Gemälden wird augenscheinlich, daß Arnolds Vorliebe der Malerei des 19. Jahrhunderts gilt – in der Motivwahl, im Colorit und im Farbauftrag. In seinen Landschaften und Stilleben spiegelt sich dies wieder. Auch seine Verbundenheit zur ehemaligen Kronberger Malerkolonie wird deutlich – nicht nur wegen der regionalen Nähe. Arnold hat alte Techniken erlernt, erprobte Theorien und Anschauungen verinnerlicht, sein Talent dazugegeben und viel Gefühl investiert. Herausgekommen ist eine Malerei die deutlich seine ganz individuelle Handschrift trägt, wobei er sich bewusst zur Tradition bekennt – allen Anfechtungen der Avantgarde zum Trotz, die stets nur das “Neue” beklatscht. Wer seine Gemälde kennt, spürt den Zusammenhang zwischen Person und Werk. Arnolds Gemälde zeigen seine Verbundenheit zur Tradition, lassen erkennen, dass er mit seinen Sujets und dem Material meisterlich umzugehen weiß. Arnold ist seit vielen Jahren durch Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland bekannt.

Ronald Berger

Der 1943 in Salzburg geborene Ronald Berger stammt aus einer angesehenen Schauspielerfamilie. Nach dem Besuch einer privaten Malschule bestand er die Aufnahmeprüfung für die Wiener Akademie. Dort studierte er unter O. Knapp und J. Steiner.
Das Stilleben gehört zu Bergers bevorzugtem Sujet. In seinen ausgewogenen Kompositionen bringt der österreichische Künstler verschiedene Obst- und Gemüsesorten zur Darstellung. Sein präziser altmeisterlicher Stil machte Berger über die Grenzen Österreichs bekannt. Seine Detailtreue fasziniert viele Kunstfreunde und Sammler auf der ganzen Welt.
Der Künstler unternahm sehr zeitig ausgedehnte Studienreisen die ihn unter anderen nach Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden führten. Zahlreiche Ausstellungen in Wien, Kitzbühl, Düsseldorf, New York und in anderen europäischen Metropolen begründeten seinen Erfolg und er ist in ausgesuchten Galerien in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten.

Suad Bijedic

1957 wurde er in Foca, östlich von Sarajevo (BiH), geboren.
1982 beendete der die Pädagogische Akademie, Abteilung Malerei. Er unterrichtete bildnerische Erziehung an einer Hauptschule. Von 1983 – 90 arbeitete er in Sarajevo als Grafikdesigner.
Er gründete 1989 in Bosanski Brod sein eigenes Grafikunternehmen – Druckerei, dass bis Anfang des Krieges in Bosnien bestand.
1992 – Kriegsbeginn – verließ Bijedic mit seiner Frau Bosanski Brod und flüchtete nach Österreich. Er ist Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler in Österreich und seit 2005 Mitglied International association of art – UNESKO. Bis jetzt hatte Bijedic zahlreiche Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und England sowie in Amerika.
Einige seiner Bilder wurden offiziell vom Land Kärnten, Bundesministerium für Wissenschaft und Kunst und von anderen ähnlichen Institutionen gekauft. Er malt in verschiedenen Techniken (Öl, Acryl, Mischtechnik). Bijedic lebt und arbeitet in Klagenfurt und Florenz.

Bruno Bruni

(* 23. November 1935 in Gradara bei Pesaro in Italien) ist ein italienischer Maler, Graphiker und Bildhauer. Mit seinen figurativen Motiven hat Bruno Bruni sich als Zeichner, Lithograph, Maler und Plastiker schon in den 70er Jahren international einen Namen gemacht.

1977 wurde er mit dem Internationalen Senefelder Preis für Lithohraphie ausgezeichnet. Bruno Bruni ist einer der bekanntesten italienischen Künstler in Deutschland.
Bruni stammt aus recht einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Anhänger der Arbeiterbewegung, und der Kampf gegen den Faschismus am Ende des zweiten Weltkriegs gehörte zu den Erfahrungen, die Brunis politische Orientierung prägten.
Von 1953 bis 1959 besuchte er das Instituto d’ Arte in Pesaro. Nach Ausstel-lungen in Pesaro und Florenz ging Bruni 1959 nach London, wo er sich für die Pop-Art zu interessieren begann. Nach einer Ausstellung seiner Arbeiten in der Whibley Gallery in London kam er 1960 nach Hamburg an die Staatliche Hochschule für bildende Künste. Georg Gresko ermöglichte ihm das Studium, die sicher entscheidende Station in seiner Biografie.
Bruno Bruni sagte von seinem strengen Mentor und Lehrer in einem Inter-view 1978: Ohne Gresko wäre ich nicht, was ich heute bin. Gresko half Bruni, die Spannung zwischen italienischer künstlerischer Tradition auf der einen Seite und dem Surrealismus und abstrakten Expressionismus andererseits umzusetzen.
Nach Greskos Tod (1962) studierte er bei Paul Wunderlich, der ihm die Technik der polychromen Lithographie lehrte. Dreißigjährig verließ Bruni 1965 die Hochschule und arbeitet seitdem in Hamburg und Urbino.

Oscar Droege

Oscar Droege hat von 1898 bis 1983 gelebt. Er bekam schon als Kind Mal- und Zeichenunterricht und studierte an den Kunstakademien in Darmstadt, Düsseldorf
und Hamburg. Abgesehen von den zwei großen Kriegen, die er als Soldat erlebte, hat er konsequent von und für seine Kunst gelebt – allerdings abseits von den Zeitströmungen und in bewusster Distanz zu Kunstbetrieb und Kunstmarkt. Oscar Dröge hat gezeichnet und in Öl gemalt, und ab 1922, durch Anregung Professor von Kalkreuths, den Holzschnitt als seine bevorzugte Technik entwickelt. Die hohe Qualität seiner Arbeit brachte ihm eine große Anerkennung und seinem Werk eine europaweite Verbreitung.

Vor 1933 und ab 1950 bereiste er ganz Europa mit dem Fahrrad – wie er selbst sagt: zwischen Lissabon, Rom, Wien und Bergen. Obwohl er von überall Skizzen mitbrachte, entstammen die meisten seiner ausgearbeiteten Motive seiner heimischen norddeutschen Küsten- und Seenlandschaft, denen seine Technik eine eigentümliche japanisierende Stimmung verleiht.

Er zieht das etwas dunstige Zwielicht und den Ausschnitt der offenen Landschaft mit klaren Volumen und Farben vor; trotz einer manchmal gewagten Farbigkeit und einer dramatischen Bewegung in den Linien wirken die Ansichten verhalten und distanziert.
Die gegenüber den Vorlagen teilweise deutlich vergrößerten Leinwand-Drucke lösen den stillebenartigen Charakter der Holzschnitte auf und lassen die den Bildern innewohnende Kraft deutlich hervortreten.

Michael Ferner

Michael Ferner – Ziselierte Skurillitäten. Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann. Christian Morgenstern Michael Ferner, Zeichner und Radierer aus Salzburg, hat sich abseits heimischer Galerien still und leise nicht nur in Österreich einen Namen gemacht. Seine feinen, ja feinst gezeichneten und kolorierten Umrisszeichnungen sind so eigenständig ausgeformt, dass es an ihnen nichts zu rütteln und zu kritisieren gibt. Die handwerkliche Fertigkeit ist dermaßen verblüffend, dass man sich unwillkürlich fragt, ob eine stilistische und emotionale Weiterentwicklung noch möglich sei. Ferner ist ein menschenfreundlicher Karikaturist, kein ätzender Misanthrop. Ohne Ironie könnte man auch feststellen, dass er in künstlerischer Hinsicht ein legitimer Enkelsohn Paul Floras sei. (Natürlich hinkt ein jeder Vergleich mit einem anderen Künstler.) Die gezeichneten und gemalten “Minibegebenheiten” haben mit aktuellen Weltgeschehnissen nicht zu tun. Da es keine bissigen Satiren sind, sondern publikumsfreundliche Köstlichkeiten, wächst des Künstlers Fan-Gemeinde täglich. Die grafischen Liebenswürdigkeiten können und wollen ihre alpenländische Herkunft nicht verleugnen. Ferners Figurenarsenal wirkt seltsam zeitlos, berührend. Ist Ferner in der österreichischen Kunstszene nur ein eigenwillig lächelnder Zaungast? Ein Humorist für Jung und Alt ist er allemal. So genanntes Menschliches und Tierisches ist sein fantasiereiches Betätigungsfeld. Ferner liebt die Mitmenschen zu sehr, um ausfällig zu werden. Nach Begegnungen mit ihm hatte ich den Eindruck, einem glücklichen Menschen begegnet zu sein. Ein seltener Fall, denn ich kenne keine glücklichen Künstler. Den kurzen Begleittext beende ich mit einem wunderbaren Zitat von Christian Morgenstern: Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne Ihn ist alles Klopfen, Horchen, Spähen umsonst. Wolfgang Graninger

Bernd Funke

Der Maler Bernd Funke wurde am 13. 7. 1902 in Essen geboren. 1920 besuchte Bernd Funke die Folkwang Schule in Essen an 1921 bis 1923 studierte Bernd Funke an der Kunstschule in Essen 1931 bis 1936 war Bernd Funke Kunstlehrer an der Schule in Meppen, wurde aber von den Nationalsozialisten vom Schuldienst ausgeschlossen 1935 verlegt Bernd Funke Drucke mit dem Title “Wundervolles Emsland” 1937 bis 1940 war Bernd Funke Leiter eines Werbestudios in Köln. Während des Weltkrieges war Bernd Funke Kriegsmaler in Frankreich, Russland, Rumänien und Ungarn 1950 bis 1959 arbeitet Bernd Funke in einem Kunsthandel in Köln Nach 1959 bis 1973 arbeitet Bernd Funke als freier Künstler in Meppen. Am 16.10.1988 stirbt Bernd Funke in Heide in Schleswig Holstein

Leben und Werk
Bernd Funke war mit seiner realistischen Malweise recht erfolgreich in Deutschland und in Österreich. Funke lebte zunächst viele Jahre in Tellingstedt und zog dann in den 70er Jahren nach Heide. Die meisten seiner Bilder zeigen die Dithmarscher Landschaft. Eindrucksvoll ist auch sein Portrait “Bauer Niemand”.
Im April 1975 wurden seine Bilder in Meldorf ausgestellt.
In der Dithmarscher Landeszeitung vom 26. April 1975 hieß es: “Funkes Landschaftsbilder, meist in herbstlichen Farben gehalten, zeigen das charakteristische Merkmal impressionistischer Landschaftsmalerei, den beherrschenden hohen Himmel. Ausgewogen in Komposition und Bildaufteilung, subtil in der Farbgestaltung und Farbanwendung haben Funkes Landschaften – die Motive lieferte meist die Geestlandschaft um Tellingstedt – einen hohen Stimmungsgehalt.”

Günther Grass

Jahrgang 1927, zählt nicht nur zu den bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwart. Als “studierter” Maler und Bildhauer hat der ehemalige Otto Pankok- Schüler sich in zahlreichen Ausstellungen einen Namen gemacht. Seit Jahrzehnten sind Schriftstellerei und bildende Kunst eine parallele Schaffenseinheit. Die eine künstlerische Ebene berührt die andere, beeinflußt sie, interpretiert und fasziniert den Betrachter immer wieder. Grass, der große konsequente Realist, hat vor allem auch ein umfassen des druckgraphisches Oeuvre geschaffen. Oft in Zyklen und Variationen.

GÜNTER GRASS Er, der sich selbst charakterisiert: “Als bildender Künstler bin ich gelernter; als Schreiber un.gelernter Künstler”, wurde 1927 in Danzig geboren, absolvierte 1947 eine Steinmetzlehre und studierte 1948 – 1952 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Professor Karl Hartung, Sepp Mages und Otto Pankok. Die Düsseldorfer Kunstakademie war in jenen Jahren geprägt von lehrenden Künstlern wie Ewald Mataré und Otto Pankok. Bis heute gab es zahlreiche Ausstellungen von Zeichnungen, Aquarellen, Druckgraphik und Skulp-turen im In- und Ausland. Deutschlands bedeutendste Privatsammlungen bzw. Museen, Sammlung Ludwig und Sammlung Würth, haben umfangreiche graphische Zyklen und Skulpturen erworben. Grass zu seinen Skulpturen … Erst Anfang der achtziger Jahre tat sich ein Loch auf das weder schreibend noch zeichnend zu überspringen war. … Es war meine Tochter Laura, die mir als gelernte Töpferin den Rat gab, mit Ton.erde zu arbeiten und dabei die handwerklichen Fähigkeiten meines ersten Berufes zu erweitern. … In Wewelsfleth, einem schleswig-holsteinischen Dorf hatte ich mir in einem Haus hinterm Deich wiederum ein Atelier eingerichtet. Mein altes Modellierwerkzeug – schlanke, glatte und ge-kerbte Buchsbaumhölzer; Tonschlingen und Schaber – war noch zur Hand. … Anfangs griff ich auf Motive aus dem Romanstoff “Der Butt” zurück: die dreibrüstige Göttin Aua, vielerlei Fische neben dem Plattfisch, der Kopf des Steinbeißers, Dorschköpfe und wie bewegt gleitende Aale gewannen Gestalt. Dazu kamen paarweise die Köpfe der Köche – eine Erinnerung an ein frühes Theaterstück… Danach Metamorphosen: Vogelmenschen in gemischter Gesellschaft, als Relief oder freistehend in angenäherter Haltung. Die Frau und die Gottesanbeterin, später dann Geflügel: Gänse und Gän-seköpfe, aber auch Heuschrecken, die Spinne und als Relief die Doppelschnecke. Zudem dienten Fundsachen als Modell: ein verwitterter Plastikhandschuh, ein Schwanenhals, in den Ost-seedünen von Man gefunden, der viermal variiert wurde, eine Pilzgruppe… … Ein von allen Zwängen gelöster; annähernd heiterer Umgang mit fügsamem Material. Es war eine glücklich stille, in ihren Arbeitsabläufen kaum zu datierende Zeit.
Zitate aus dem Buch “Gebrannte Erde”, erschienen im Steidl-Verlag